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    Ich bin schwul! ... und das ist auch gut so!

    FREE Gay Storys Kostenlose Erotische Schwule Homo Geschichten für Gays

    Autor - Anonymus - Anonym - Danke fürs einsenden - 5/2000

    Die Rechte bleiben beim Autor und liegen Nicht bei uns.

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Ich bin schwul! ... und das ist auch gut so!

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... mehr als nur eine Abnabelung

Jeder Mensch nabelt sich irgendwann einmal vom Elternhaus ab. Fast immer ist das mit Komplikationen behaftet. Um so mehr, wenn dann auch noch ein schwules Coming-Out damit verbunden ist.

Aber es ist zu schaffen, wenn es auch hart ist. Und: Das Ergebnis ist nicht mit Gold aufzuwiegen: die Unabhängigkeit, seinen eigenen Lebensweg einzuschlagen.

Wichtig beim Coming-Out ist meiner Meinung nach die Erkenntnis, daß man nicht der einzige ist, der so fühlt. Mich hat es jedenfalls immer aufgebaut, wenn ich erfuhr, wer noch alles verzaubert ist. Trotzdem hätte ich letztendlich wahrscheinlich sowieso das gemacht, was ich für gut und schön empfunden habe.

Auch hatte ich anfangs Angst, was meine Freunde sagen würden, wenn sie erführen undsoweiter. Ich habe gelernt, damit umzugehen. Natürlich gibt es Leute, die mich aus dem einen oder anderen Grund nicht mögen. Aber was soll’s? Auf der anderen Seite sind soo viele, die es dennoch tun.

Seit meine Eltern und meine nähere Umgebung bescheid wissen und ich relativ offen damit umgehen kann, fühle ich mich freier und viel stärker. Ich habe bei dieser Gelegenheit auch zu mir selber gefunden. Ich habe gelernt, Gefühle zu haben und sie mir auch einzugestehen.

Mein Coming-Out kam eher unfreiwillig und explosionsartig, ich hatte gar nicht die Wahl eines passendes Zeitpunktes.

Dies ist meine ganz persönliche Geschichte.

Die Siebziger verliefen ohne nennenswerte Schwierigkeiten. Ich habe mich körperlich und geistig wohl den Erwartungen meiner Umwelt entsprechend ganz ordentlich entwickelt. Die einzige erwähnenswerte „sexuelle Erfahrung“ hatte ich als Zehn- oder Elfjähriger im Urlaub auf Ischia. Von meinen Eltern unbeobachtet genoß ich die Hilfe eines älteren Herren. Ich konnte immer noch nicht richtig schwimmen und so half er mir, indem er seine Hand auf die Wasseroberfläche legte und ich mich drauflegte, um ohne unterzugehen nahezu treibend meine Schwimmbewegungen zu machen. Welches Körperteil er somit in die Hände bekam und wie ihn das gefreut haben mußte, brauche ich wohl nicht näher zu erläutern. Dieses „Erlebnis“ hinterließ keinen bleibenden Eindruck bei mir. Und so konnte ich mich ganz unbefangen meiner weiteren Entwicklung widmen.

Die Achtziger: Das Jahr 1981 ist ein ganz wichtiges für meine sexuelle Orientierung gewesen. Ich kam merklich in die Pubertät, bekam Haare, wo ich sie nicht erwartet hatte. Weder hatte es mich beunruhigt noch sonderlich interessiert zuerst.

Während der Sommerferien ‘81 sah ich zum ersten Mal bewußt außer meinem Schwanz die von anderen Jungen, und dazu gleich fünf! Es ging um einen Vergleich, der die Rangordnung im Schlafraum des Kinderferienhofes festzulegen hatte. Wir verglichen die Größen und die Menge an Haaren.

Mein Interesse war geweckt und sollte mich seitdem nicht wieder loslassen.

Nach diesen Ferien wechselte ich von der Grund- zur Realschule. Ich begann mich auf für mich zunächst noch merkwürdige Weise für meine männlichen Mitschüler zu interessieren. Zum erstenmal kam in mir die Frage hoch: „Bin ich eigentlich normal?“ Normal war damals für mich noch, daß sich ein Junge schon für Mädchen oder noch für sein Spielzeug interessierte.

Die Klassenfahrt im Februar 1982 nach Sylt brachte mir erste „richtige Sexerfahrung“. Weil alle Schullandheime und Jugendherbergen ausgebucht waren, wurden wir jeweils zu viert in Appartements untergebracht. Ich teilte das Schlafzimmer mit meinem besten Freund Matthias (auf den ich es sowieso abgesehen hatte). Gleich am ersten Abend unterhielten wir uns zum erstenmal über sexuelle Dinge, was uns beide richtig geil machte. So begannen wir uns zu befummeln. Ich hatte meinen ersten bewußt erlebten Abgang und war baß erstaunt, was mit mir passierte.

Leider sollte das die einzige „Geschichte“ für die nächsten Jahre sein, denn Matthias fühlte sich elend, konnte mit dem Erlebten nicht umgehen. Er eröffnete mir schon am nächsten Vormittag, daß er ins Wohnzimmer des Appartements ziehen würde zu Thomas, und Andreas werde mit mir das Doppelbett teilen. Beschlossene Sache, ich war wie vor den Kopf gestoßen, zu stark gelähmt, um dagegen anzukämpfen. Mit Andreas hatte ich nichts angefangen, der war zwar lustig aber zu cool und affektiert. Außerdem hatte ich keine Lust mehr! Ich war gekränkt.

Kein halbes Jahr später waren ich und Matthias wieder die besten Freunde, nur Sex hatten wir nie wieder. Im Gegenteil, ich vermied es sogar, ihn zu berühren. Trotzdem wurde er Hauptfigur in meinen allabendlichen Wichsphantasien. Selbst, als er einmal bei mir übernachtete, hatte ich ihn allein auf meiner Couch schlafen lassen. So blöd waren wir!! Viel Später gestand er mir, daß er auch irgendwie an mich ran wollte, sich aber nie traute. Kein Wunder: Seit Sylt war ich befangen und tat ihm gegenüber den Asexuellen. Mich zerfraß es zwar, denn mir war klar: so schwul wie ich, war kein anderer. Ich wußte, wonach ich mich sehnte, wenngleich ich noch nicht recht begriff, was ich wollte und wenn, dann jedoch nicht, wie!

Nebenbei hatte ich sogar zweimal so 'ne Art Vorzeigefreundin. Liebe Mädchen waren sie beide, hielten es aber natürlicherweise nicht sehr lange mit mir aus, war ich doch zu eigenartig.

Ich mußte mit meiner Gefühlswelt allein fertig werden. Es hatte noch keine Quotenschwulen in Daily Soaps gegeben (Es hatte noch keine Daily Soaps im deutschen Fernsehen gegeben), so waren meine ersten TV-Idole Thommy Ohrner, Patrick Bach und Hendrik Martz aus irgendwelchen Vorweihnachtsserien. Auch wenn sie keine Schwulen spielten, ich fand’s aufregend schön. Auch stand in der Bravo nie was Sachdienliches, Schwule schienen überhaupt nicht existent gewesen zu sein.

1985 wechselte ich zur elften Klasse eines Oberstufenzentrums. Matthias begann eine Ausbildung. Ich begann fast zeitgleich meine kleine sexuelle Revolution. Im Ruderverein lernte ich Holger kennen. Er war älter als ich und weiter. Sex hatten wir zwar keinen, aber wir mochten uns und unternahmen viel zusammen. Zum erstenmal ging ich mit ihm in die schwule Scene. Das beste daran: Meine Eltern ahnten von alledem nichts, aber auch gar nichts! Ich hatte mich zu einem perfekten Versteller entwickelt.

Anyway, ich lernte andere junge Schwule kennen, vergrößerte meine schwulen Erfahrungen. Geschlafen hatte ich mit vielen, verliebt war ich in einige. Zu einer längeren Beziehung war es jedoch nie gekommen. Ich wollte und konnte nicht, obwohl ich mich nach jemandem sehnte, mit dem ich lachen konnte, Probleme wälzen, schlafen... Ich war hin- und hergerissen, lernte die Bedeutung von „mal himmelhoch jauchzend und dann wieder zu tiefst betrübt“ kennen. Meine Gefühlswelt fuhr Achterbahn.

Obwohl mich diese drei Oberstufenjahre auf privater Ebene ziemlich auslaugten, schaffte ich 1988 mein Abitur. Während dieser Zeit traf ich mich immer mal wieder mit Matthias, wir hatten uns allerdings noch längst nicht gegeneinander geoutet. Ausgerechnet mit ihm ging ich das erste mal nachts in den Tiergarten. Angefaßt hatte ich ihn trotz seines Angebotes jedoch nicht, künstlich lachend wandte ich mich ab. Das ärgert mich heute noch!

Matthias war es auch, der mich mit meiner ersten großen Liebe bekannt machte. Im September 1988, ich hatte gerade meinen Führerschein gemacht, fuhren wir eines Samstagnachmittags mit dem Wagen meines Vaters los. Mehrere Male hatte mich Matthias nun schon genervt, er müsse mir unbedingt einen tollen Mann vorstellen. Der sei 34 Jahre alt und Lehrer. Lange hatte ich mich standhaft geweigert, einen alten Mann und dazu noch einen Lehrer kennenzulernen. Was sollte das nur?

Wir kamen vor dem 20er-Jahre-Wohnhaus an, Matthias rief laut: „Jürgen!!“ Ein Fenster in der obersten Etage wurde geöffnet, und da schaute er auch schon heraus und warf den Schlüssel herunter. Den ganzen Abend unterhielten sich die beiden fast ausschließlich über gemeinsame Bekannte und Vorkommnisse. Ich konnte nichts zu dem Gespräch beitragen. Normalerweise wäre ich schnell wieder gegangen, aber dieser Mann hielt mich gefangen. Er sah gut aus, fast wie ein Mittzwanziger. Er sprach mit einer sanften, Ruhe ausstrahlenden Stimme, während Matthias eher hibbelig debattierte. Jürgen versuchte, mich in das Gespräch mit einzubeziehen, was ihm auch teilweise gelang. Ich verspürte sogar, daß er stille, geheime Signale aussandte, die nur ich empfangen konnte und sollte. Und ich empfing reichlich! Dieser Typ machte mich an (Zweideutig, wie sich das liest, so war es auch!). Er sah einfach gut aus (nicht für sein Alter, überhaupt!).

Auf dem Rückweg hatte Matthias nichts besseres zu tun, als mich auszufragen, wie ich den denn fände undsoweiter. Er ließ mich einfach nicht bei meinen Gedanken. So antwortete ich, „netter Kerl, für den könnte ich mir vorstellen, daß ich mich für ein Ufer entscheide.“ - Stille im Wagen bis ich ihn absetzte.

Am Montagabend danach, meine Eltern waren im Verein, klingelte das Telefon. Jürgen! Meine Seele machte Luftsprünge. Wir verabredeten uns für soschnellwiemöglich an der Tankstelle, ich würde dort warten und nach seinem weißen Mercedes Ausschau halten. Gedanken schossen mir durch den Kopf: sympathischer Typ, interessante Wohnung, weißer Mercedes - ich war beeindruckt.

Verlaß war auf Matthias, aber daß er so schnell sein würde...

In der Folgezeit trafen wir uns häufiger, fast jeden Abend. Jürgen konnte sich nicht mit meinen anfänglichen Ausreden, ich könne nicht, wegen meiner Eltern, zufrieden geben. Er wollte mich sehen. Und ich wollte mich fallen lassen, mich ihm hingeben. In ihm fand ich, was ich suchte: Liebe, Sex und Zärtlichkeiten: Er (ent-)führte mich... Er brachte mich stets abends (oder frühmorgens) nach Hause. Meine Eltern fragten mich dann jedesmal, wo ich gewesen wäre, woher ich käme. Und ich antwortete: „Ich war bei Jürgen.“ oder „Ich war mit Jürgen zusammen.“ Natürlich dauerte es nicht lange, bis etwas passierte.

Eines kühlen Sonntags früh um zwei lieferte mich Jürgen zu Hause ab. Wir verabschiedeten uns herzlich. Ich wollte die Haustür aufschließen. Es war unmöglich. Ein Schlüssel steckte von innen! Meine Mutter öffnete mir. Ich ging ins Haus. Im Wohnzimmer saß mein Vater. Er begrüßte mich kühl, fragte nicht einmal, woher ich käme, sondern kam sofort zur Sache. Was das mit diesem Jürgen zu bedeuten hätte, wollte er wissen. Ich war verunsichert und antwortete leise: „Ich liebe ihn.“ Daraufhin sagte er nur, mir müßte in diesem Falle klar sein, daß ich dann nicht mehr länger in diesem Haus leben könnte. Das haute mich erst richtig um. Ich starrte meinen eigenen Vater mit großen Augen an. Dann ging ich nach oben in mein Zimmer, packte wie in Trance schnell meine Sporttasche mit dem Nötigsten und trug sie nach unten, zog mir meine Jacke wieder an und verließ schweigend und gesenkten Blickes das Haus. Niemand hinderte mich, so lief ich wie benommen zur Bushaltestelle und wartete auf den Nachtbus.

Das hatte ich von meinen Eltern nicht erwartet, wo sie doch sonst so weltoffen gewesen waren. Nie hätten sie wiederum gedacht, daß ich tatsächlich und sofort gehen würde.

Ich hatte schon eine Heidenangst und eine Riesenwut, als ich dann nachts an der Haltestelle stand. Mein Kopf war voller Gedanken: Horrorszenarien. (Ich erinnere mich immer noch sehr gut.) Geheult hatte ich wie ein Schloßhund! Das erste Mal seit langer Zeit.

Gottseidank hatte ich eine gewisse Sicherheit in der Hinterhand: Selbst wenn mich meine Eltern nicht mehr hätten ertragen können oder wollen, wäre ich doch schön warm untergebracht gewesen in Jürgens gemachtem Nest. (Das kann wohl nicht jeder von sich sagen, der gerade am kämpfen ist oder noch zögert.) Trotzdem hatte ich Angst: Ich war zu verunsichert, um mir auch nur im ungefährsten ausmalen zu können, ob die Enttäuschung meiner Eltern oder ihre Liebe, die sie doch für mich empfunden haben mußten, gewinnen würden.

Gegen vier Uhr kam ich bei Jürgen an. Er hatte schon geschlafen, ließ mich aber trotzdem herein. Ich fragte ihn, ob ich bei ihm wohnen könnte, dann erzählte ich ihm alles...

Am 25.12.1988 gaben wir feierlich vor unseren Freunden unsere Verlobung bekannt. Sieben Jahre haben wir zusammengelebt.

Durch Jürgen habe ich begriffen, daß schwules Leben nicht nur eine einzige riesengroße rosafarbene Party ist, sondern knallhartes Leben, Beruf, Studium, Geld, Streit, Liebe, Vertrauen.

Meine Eltern hatten sich auch schnell wieder gefangen. Sie mußten einfach begreifen, daß es mir durchaus ernst war. Homosexualität war nie zuvor ein ernstes Thema für sie gewesen und plötzlich waren sie Betroffene! Sie taten das einzig richtige in dieser für sie sicherlich zwiespältigen Situation und informierten sich, gingen zu Gruppen von Eltern homosexueller Kinder (Dafür liebe ich Euch! Ihr habt gekämpft, wolltet die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Euer Kampf war mit Sicherheit auch nicht einfach.).

Die Neunziger haben mit einer aufgeklärten Umgebung begonnen. Ich bin so offen wie möglich mit meinem Schwulsein umgegangen, ohne mir das berühmte Schild „ich bin schwul!!!“ umzuhängen: ich bin defensiv vorgegangen, die würden es schon merken. Naja, selbst meiner Familie ist nun klargeworden, daß es von mir keine Enkel und Großneffen zu erwarten gibt. Die, die ihn kennengelernt haben, haben Jürgen gemocht, daß ich fast eifersüchtig geworden bin... Selbst Oma (Familienoberhaupt) mochte ihn. Sie war die letzte, die mich nach ‘ner „kleinen Freundin“ fragte, und als ich ihr mein Gefühlsleben schließlich öffnete, sagte sie nur, sie hätte es eh schon längst geahnt.

Mit Jürgen unternahm ich schöne Reisen. Wir suchten uns immer Ziele mit Nacktbadestränden aus, wo sich die Schwulen nur so häuften. Auch in Berlin gingen wir anfangs häufig in die Scene.

Ich ging in der Rostlaube (FU) oft ins Rosa Café: Der Kaffee schmeckte mir dort am besten und die Gespräche waren die erfrischendsten. Ich verabredete mich sogar mit Studienkollegen dort, egal ob sie schwul waren oder nicht!

Immer wieder waren es Kommilitoninnen, die sich darum rissen, Semesterarbeiten mit mir zusammen zu erarbeiten. Nicht selten stellte sich heraus, daß sie in mich verknallt waren - eine völlig neue Erfahrung für mich!! Als mir eine Studienkollegin, bei der zu Hause ich verabredet war, mir für meinen Geschmack und für die Jahreszeit zu leicht bekleidet die Tür öffnete, beschloß ich, offensiver vorzugehen. Ich erzählte viel und gern von meinem Freund, wir trafen uns fast nur noch bei mir (uns) zu Hause und wenn das alles nichts half, dann sagte ich ES geradeheraus. Einige versuchten, mich umzupolen, gaben aber schnell auf. Ich hätte auch gar nicht gewußt, was ich mit den Frauen außer studieren und klönen hätte machen sollen. Viele mochten mich trotzdem, oder gerade deswegen, ging doch von mir keine Gefahr aus. Frauen könnte ich haben!!!

1995 hörte meine und Jürgens Beziehung auf, ich zog in meine erste eigene Wohnung und begann meine Ausbildung. Schon ein Jahr später habe ich meine zweite große Liebe kennengelernt: Frank ist einer von neun Jungs und Männern gewesen, die sich auf meine Anzeige im Tip hin gemeldet haben (Kennwort: Sex'n'fun'n'rock'n'roll).

Das ersten Mal bin ich mit einem Mann händchenhaltend tagsüber den Ku’damm entlang gegangen. Wir können stundenlang knutschend und nackt in der Mittagssonne am Teufelssee liegen und gehen auf einschlägige Parties. Mittlerweile lehne ich es ab, mit meinen Gefühlen hinterm Berg zu halten. Ich gehe am liebsten nur noch dorthin, wo meine Lebenseinstellung mindestens akzeptiert wird. Der Bäcker, zu dem ich gehe, ist schwul, ebenso der Friseur, der Augenoptiker und der Zahnarzt. Meine Kolleginnen wissen bescheid (Frauen haben diesen siebten Sinn, sowas zu erkennen, ohne daß ich es ihnen auf die Nasen binden muß.), wir können ganz unbeschwert darüber sprechen und uns lustig machen.

Vorsichtig war ich nur ein wenig in meiner Berufsschulklasse, habe ich doch nicht gerade einen schwulentypischen Beruf gewählt. Auch hier waren es zuerst die Frauen, die was gemerkt hatten. Einmal sprach mich ein Mitschüler auf meinen Regenbogenanstecker an, das sei doch das Zeichen für „Homos“. Ich sagte ihm: „Das stimmt. Ich würde das allerdings nicht SO nennen.“ Damit war die Sache erledigt. Machos und ihre Sprüche!

Mit Frank bin ich heute noch zusammen, wir haben zwar getrennte Wohnungen, aber nur fünf Minuten Fußweg voneinander entfernt, und wir treffen uns in jeder freien Stunde.

Ich bin gern schwul und kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, andersrum zu sein! Und verstecken werde ich mich erst recht nicht. Wozu und vor wem oder was?

 


 
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